Gleichgeschlechtliche Paare können auf Steuervorteil hoffen

Seit einem Jahr dürfen gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft in eine Ehe umwandeln. Jetzt gibt es die Chance auf rückwirkende Steuerersparnisse.

Was für Eheleute unterschiedlichen Geschlechts seit den 1950er-Jahren selbstverständlich ist, gab es für gleichgeschlechtliche Paare lange Zeit nicht: die Möglichkeit, sich gemeinsamen zur Einkommensteuer veranlagen zu lassen. Selbst der im Sommer 2001 geschaffene rechtliche Rahmen der eingetragenen Lebenspartnerschaft änderte daran nichts.

Erst seit 2013 profitieren auch diese Paare vom Splittingtarif. Auch Paare, die ihre Partnerschaft schon vor 2013 eingetragen haben, dürfen nach einem Urteil des Finanzgerichts Hamburg (Az. 1 K 92/18) rückwirkend auf die Vorteile der gemeinsamen Veranlagung zu hoffen.

Die Umwandlung in eine Ehe als rückwirkendes Ereignis

Entschieden hat das Finanzgericht Hamburg im Fall eines Paares, das seine Lebenspartnerschaft 2001 eintragen hat. Im November 2017 wandelten die beiden diese in eine Ehe um. Mit ihrem Antrag auf rückwirkende gemeinsame Veranlagung zur Einkommensteuer ab 2001 waren sie bei ihrem Finanzamt zunächst gescheitert.

Doch das Finanzgericht gab ihnen Recht. Nach Einschätzung der Richter haben Paare, die ihre eingetragene Lebenspartnerschaft nach dem Eheöffnungsgesetz in eine Ehe umwandeln lassen, rückwirkend Anspruch auf Zusammenveranlagung. Dieser Anspruch gelte ab dem Zeitpunkt, zu dem die Lebenspartnerschaft eingetragen wurde. Denn laut Gesetz beginnen an diesem Tag die Rechte und Pflichten als Ehepaar.

Quelle: handelsblatt.com

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