Welche Unterlagen sind bei der standesamtlichen Anmeldung vorzulegen?

Welche Unterlagen ihr im Einzelnen vorzulegen habt, prüft das Standesamt. So kann beispielsweise bei Partnerinnen mit nicht deutscher Herkunft zusätzlich eine Bescheinigung zu ihrem Familienstand eingefordert werden. Daher empfiehlt es sich, vorher eine verbindliche Auskunft von einer Mitarbeiterin des Standesamtes einzuholen, welche Unterlagen ihr tatsächlich für die Begründung eurer Lebenspartnerschaft benötigt.

In jeden Fall sollten mindestens folgende Unterlagen vorliegen:

  • Abstammungsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch* der Eltern (beim Standesamt am Heiratsort eurer Eltern) – nicht das Familiestammbuch!
  • Auszug aus dem Melderegister (nicht älter als 10 Werktage bei Anmeldung der Lebenspartnerschaft)
  • Personalausweise
  • ggf. Nachweise über akademische Grade, falls diese mit in die Lebenspartnerschaftsurkunde aufgenommen werden sollen

Falls ihr Kinder mit in die Lebenspartnerschaft bringt, werden zusätzliche Unterlagen der Kinder benötigt:

  • Geburtsurkunden
  • Vaterschaftsanerkennungen
  • ggf. Sorgerechtserklärungen

Wenn ihr bereits verheiratet oder verpartnert wart, benötigt ihr weiterhin:

  • Heiratsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch der Vorehe
  • Lebenspartnerschaftsurkunde
  • rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Aufhebungsurteil
  • Sterbeurkunde

Wenn eine von euch eine ausländische Staatsangehörigkeit hat, benötigt sie:

  • ein amtliches Ausweispapier mit Angabe der Staatsangehörigkeit oder eine Bescheinigung der zuständigen Behörde ihres Heimatstaates
  • eine Bescheinigung über ihren Familienstand, die sogenannte Ledigkeitsbescheinigung, die sie von der der zuständigen Stelle des Heimatlandes erhält

Wichtig:
Alle Dokumente und Bescheinigungen müssen im Original vorgelegt werden und sollten in der Regel nicht älter als sechs Monate sein.

* Mit Inkrafttreten des Personenstandsreformgesetzes (PStG) zum 01.01.2009 wurde das seit dem 01.01.1958 eingeführte Familienbuch wieder abgeschafft und auf eine elektronische Registerführung, die jedoch erst ab dem 01.01.2014 verbindlich ist, umgestellt. Die bis zum 31.12.2008 bestandenen Familienbücher werden als Heiratseinträge bei den Standesämtern fortgeführt. Im Übrigen werden ein Eheregister und ein Lebenspartnerschaftsregister geführt.

Anders in Deutschland: Dort wird dem Partner mit Eintragung der Lebenspartnerschaft eine elterliche Sorge durch das sogenannte „kleine Sorgerecht“ zugestanden.

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