Was ist, wenn wir uns nun doch nicht heiraten?

Grundsätzlich kann nicht auf die Einhaltung des Eheversprechens geklagt werden. Dennoch steht der Verlobten, die an dem Verlöbnis festhalten wollte, dessen Eltern und dritten Personen, ein Schadensersatz aus den Aufwendungen für die zu erwartende Ehe zu. Ebenfalls müssen Geschenke zurückgegeben werden.

Beispiel:
Ute und Anja haben sich vor einigen Monaten verlobt. Zu diesem Anlass hat Ute Anja einen langen Wunsch erfüllt und ihr einen neuen MP3-Player geschenkt. Da Anja sich schon auf die Hochzeit freut, hat er sich auch schon ein Hochzeitskleid gekauft.
Wenig später gesteht ihr Ute, dass es sich in eine andere Frau verliebt hat und die Beziehung und damit die Verlobung beendet.
Anja hat nun gegenüber Ute innerhalb der Verjährungsfrist von zwei Jahren den Anspruch, sich die Kosten für das Hochzeitskleid von ihr ersetzen zu lassen. Kommt Ute dieser Forderung nach, erhält sie im Gegenzug das Hochzeitskleid.
Ute kann hingegen ihr Geschenk, den MP3-Payer, von Anja zurückverlangen.

Wichtig:
Ein Anspruch auf Schadensersatz besteht nicht, wenn ein wichtiger Grund für den Rücktritt vorliegt.

Hinweis:
Die vorangegangenen Ausführungen stellen keine Rechtsberatung dar, sondern dienen lediglich der Information, die keine Rechtsberatung ersetzen kann. Die in den Texten erwähnten Namen sind rein zufällig ausgewählt!

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