Orlando: Songs gegen den Hass

Musik hat schon immer die Menschen aus der Community vereint und in schweren Zeiten begleitet. Das zeigte sich auch gestern bei der Mahnwache zum Gedenken an die Opfer von Orlando am Brandenburger Tor. Dort performte unter anderem Organisator Ryan Stecken den legendären Song „Imagine” von John Lennon, zum Abschluss des Abends wurde außerdem gemeinsam der Judy-Garland-Song „Somewhere over the Rainbow” gesungen.

Eröffnet wurde die Gedenkfeier mit einer ganz besonderen Coverversion: Die Sängerin Kim Labelle trug ihre Version eines Songs der Rocksängerin Melissa Etheridge vor, der in den letzten Tagen in den USA viele Schlagzeilen gemacht hat. Das Stück mit dem Titel „Pulse” – benannt nach dem Club, in dem sich das Massaker ereignet hat – gilt inzwischen als inoffizieller Gedenksong an das Orlando-Shooting.

Tribute-Songs für Orlando

Wir haben an dieser Stelle die Tribute-Songs zusammengebraucht, die in der vergangenen Woche im Andenken an Orlando entstanden sind. Dazu gehören sowohl Stücke von großen Stars wie auch jene von weniger bekannten Acts. Gerade letztere scheinen dabei ganz gezielt den Nebeneffekt für sich zu nutzen, dass solche Veröffentlichungen schnell eine große Aufmerksamkeit erreichen. Aber wir wollen natürlich niemandem etwas unterstellen.

Beginnen wir doch direkt mit „Pulse” – hier in einer Liveversion, die Melissa Etheridge am Donnerstag bei einem Konzert in der Infinity-Hall in Norfolk performt hat:

„Konkurrenz” für „Pulse” als Gedenksong kam inzwischen von Popstar Christina Aguilera, die als Andenken an Orlando ein Lyrics-Video zu ihrem Song „Change” herausgebracht hat. Die Erlöse für den Song widmet Aguilera dem National Compassion Fund und damit den Opfern und Familien des Massakers.

Auch Popstar Janet Jackson hat den Opfern von Orlando einen Song gewidmet. Zwar ist das bewegende Video zu „Shoulda Known Better”, einem Stück ihres aktuellen Albums „Unbreakable”, als unoffizielles Fanvideo entstanden. Doch über die sozialen Medien hat Jackson es selbst gepostet und den Song so als Gedenksong „freigegeben”.

Shoulda Known Better – Unofficial Lyric Video – Janet Jackson (A Tribute To The Victims of the Orlando Shooting) from ithl23 on Vimeo.

Große Aufmerksamkeit bekam auch das Singer-/Songwriter-Duo Eli Lieb & Brandon Skeie für ihre Veröffentlichung „Pulse”. Die beiden Künstler waren wohl die, die am „schnellsten” einen Tribute-Song für Orlando veröffentlichten. Er erschien nur zwei Tage nach der schrecklichen Tat und erreichte seitdem bereits über 220.000 Klicks bei YouTube.

Auch Sänger Brandon Parsons „Forty-Nine Times” hat inzwischen schon in wenigen Tagen Klicks in fünfstelliger Höhe bei YouTube erreicht. Für ihn könnte der Song den Einstieg ins Popbusiness bahnen. Bisher hat sich der Sänger lediglich durch Coverversionen von Stars wie Rihanna oder Whitney Houston hervorgetan.

Auch für Rapper Rick Haze könnte sein Orlando-Tribute-Song „One Pulse” eine größere Karriere ebnen. Song und Video sind in nur 48 Stunden nach dem Attentat enstanden. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Haze: „Die Message ist größer als ich. Ich interessiere mich nicht für Geld oder Berühmtheit. Ich bin nur ein Instrument, um Liebe zu verbreiten.” Hoffen wir mal, dass er das ernst meint.

Wer bei der gestrigen Gedenkfeier am Brandenburger Tor nicht dabei sein konnte, hat die Möglichkeit, sie sich als Video anzusehen. Ein Video-Team mit Namen „Die Weddinger Filmer” hat das gesamte Programm aufgezeichnet. Die Interpretation von Melissa Etheridge „Pulse” findet sich direkt am Anfang.

Quellen: m-maenner.de, youtube.de

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