Mehrheit der Berliner CDU gegen Homo-Ehe

Die Berliner CDU hat das Ergebnis ihrer Mitgliederbefragung zur Homo-Ehe nunmehr bekannt gegeben: Demnach haben sich die Mitglieder mehrheitlich gegen eine Öffnung der Ehe für alle entschieden.

An der Parteiumfrage beteiligten sich mit fast 4800 der rund 12.500 Berliner CDU-Mitglieder knapp 40 Prozent, davon waren 4501 Stimmen gültig. Demnach sprachen sich 35 Prozent derjenigen, die sich an der Umfrage beteiligten, „voll und ganz“ für eine Gleichstellung der Homo-Ehe aus. 45 Prozent stimmten „überhaupt nicht“ zu.

Damit folgt die Hauptstadt-Union ihrer Bundesvorsitzenden und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Diese hatte bereits 2013 in einem TV-Auftritt erklärt, dass sie sich nicht für eine Öffnung der Ehe für alle einsetzen werde.

Landesparteichef Frank Henkel betonte, er sei stolz auf seine Partei und freue sich über die starke Beteiligung. Er selbst habe als Katholik lange mit einer Antwort gerungen und „eher für“ eine Öffnung der Ehe gestimmt. Auf Bundesebene bedeute das Ergebnis aber zunächst für die große Koalition „nichts“.

Das Erzbistum Berlin begrüßte das Ergebnis der CDU-Umfrage. „Nach katholischem Verständnis gehören zu einer Ehe Mann und Frau“, erklärte die Leiterin des Katholischen Büros Berlin-Brandenburg, Martina Köppen. Die hohe Beteiligung an der Umfrage zeige, dass das Thema intensiv diskutiert werde und gesellschaftlich relevant sei.

Der christdemokratische Landesverband in der Hauptstadt war bundesweit der erste, der seine Basis zu dem Thema befragt hatte. Die Frage an die Mitglieder lautete: „Sind Sie dafür, dass auch gleichgeschlechtliche Paare die Ehe eingehen dürfen?“ Der Fragebogen gab dazu sieben Antwortmöglichkeiten vor. Angeben konnten die Mitglieder, ob sie der Frage „voll und ganz“ oder „eher“ beziehungsweise „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ zustimmen. Möglich war außer einer Stimmenthaltung zudem ein Kreuz bei „teils/teils“ oder bei der Antwort „Ich finde das Thema nicht wichtig“.

Quelle: www.welt.de

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