Kirchliche Trauung ab heute möglich!

In Berlin, Brandenburg und Ostsachsen können homosexuelle Paare seit dem 1. Juli auch kirchlich heiraten. Damit ist die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz nach der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der rheinischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Baden die vierte der bundesweit 20 Mitgliedskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die eingetragene Lebenspartnerschaften bei kirchlichen Trauungen mit klassischen Ehepaaren gleichstellt. Den Beschluss fasste die Landessynode im April in geheimer Abstimmung: 91 Kirchenparlamentariern war dafür, zehn stimmten dagegen und vier enthielten sich (wir berichteten).

Es gab in den vergangenen 14 Jahren bereits die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, sich in eigenen Gottesdiensten trauen zu lassen. Ab Sommer wird die Trauung die Regel sein. Allerdings gibt es für eine Übergangszeit von fünf Jahren Ausnahmen: Pfarrer und Gemeindekirchenräte, die diese Öffnung nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können, können sich weigern. Allerdings müssen sie die Ablehnung schriftlich begründen und müssen einen Ersatzmann finden, der die Trauung statt ihnen durchführen kann. Damit können schwule Paare jetzt in vier von 20 Landeskirchen heiraten. In allen anderen, bis auf Württemberg und Sachsen, sind Einsegnungen der Paare möglich.

Bleibt jetzt noch ein Problem: Bislang will offenbar niemand heiraten. Die Nachrichtenagentur epd hat nachgefragt und aus Kirchenkreisen die Auskunft bekommen, es gebe noch keine Anfragen von verpartnerten Paaren, nun auch kirchlich zu heiraten.

Quellen: m-maenner.de, rbb-online.de

Ähnliche Artikel:

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>