Die Tradition des Polterabends

Die Tradition des Polterns geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Damals zogen noch die Nachbarn und Freunde des Hochzeitspaars durch das Dorf und schlugen mit Stöcken und Peitschen Krawall. Durch den Lärm sollten die bösen Geister, die dem Hochzeitspaar Unheil bringen, vertrieben werden.

Heute wird durch das Werfen von Keramik-, Porzellan- und Tongeschirr gepoltert und das verlobte Paar aus dem Singledasein verabschiedet. Die zahlreichen Scherben sollen dem zukünftigen Hochzeitspaar in der Lebenspartnerschaft Glück bringen.

Achtet darauf, dass keine Gläser und Spiegel zu Bruch gehen. Denn das bringt Unglück!
Glas selbst steht nämlich ebenfalls für Glück und darf daher nicht „zerpoltert“ werden. Und das ein zerbrochener Spiegel sieben Jahre Pech bringen soll, ist eigentlich bekannt. Lasst also keine Gläser und Spiegel auf eurem Polterabend werfen!

Der alten Tradition zur Folge, wird am Vorabend der Hochzeit bis Mitternacht gepoltert. Um jedoch keinen Stress für sich und seine Gäste aufkommen zu lassen, findet der Polterabend heute zumeist ein paar Tage oder sogar eine Woche vor der geplanten Hochzeit statt.

Das angehende Hochzeitspaar muss am Morgen nach dem Polterabend gemeinsam die Scherben beseitigen. Dazu bekommt es eine Schaufel und einen Besen.
Doch seit auf der Hut: Denn nicht jeder Poltergast will es euch leicht machen und stellt euren künftigen Ehefrieden und eure Zweisamkeit schon jetzt auf die Probe…

Tipp:
Um die Scherben beispielsweise nicht im gesamten Garten herumliegen zu haben, bestimmt vorher einen „Wurfplatz“, den ihr durch Ballons abgesteckt und mit einer am Boden befestigten Plane markiert habt.
Vergesst nicht, eventuell ein Warnschild aufzustellen, mit dem Hinweis, dass Glaswerfen strengstens verboten ist, da es sonst Unglück bringt!

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