Die gemeinschaftliche Adoption durch eingetragene Lebenspartner_innen: Die Sukzessivadoption reicht nicht!

In einer nun veröffentlichten Studie „Die gemeinschaftliche Adoption durch eingetragene Lebenspartner_innen: Die Sukzessivadoption reicht nicht!” im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, weist Prof. Dr. Nina Dethloff von der Universität Bonn nach, dass die jetzige Regelung der Sukzessivadoption (ein Partner adoptiert, dann adoptiert der andere) nicht nur gegen das Gleichbehandlungsgebot aus Artikel 3 Grundgesetz verstößt, sondern auch für doppelten Verwaltungsaufwand sorgt und sich zudem auch negativ auf das Kindeswohl auswirkt.

„Die Ungleichbehandlung von Kindern und Lebenspartner_innen im Adoptionsrecht ließe sich am einfachsten beseitigen, indem der Gesetzgeber die Ehe für Partner_innen desselben Geschlechts öffnen würde.”, heißt es in der Studie und fordert damit ebenfalls die 100%ige Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe, der sich die Bundesregierung weiterhin verweigert.

Das Gutachten legt die Argumente für die vollständige Angleichung der Adoptionsmöglichkeiten von verpartnerten und verheirateten Paaren dar. Darüber hinaus gibt es Einblick in die Rechtsentwicklung anderer westlicher Staaten auf diesem Gebiet.

(Hier könnt ihr euch das Gutachten downloaden – PDF 1,58 MB)

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