61 Prozent der EU-Bürger für Ehe-Öffnung

Im Ergebnis einer neuen „Eurobarometer“-Befragung zur Diskriminierung in der Europäischen Union hat sich die Mehrheit der EU-Bürger dafür ausgesprochen die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Demnach sprachen sich in der am Donnerstag von der Europäischen Kommission veröffentlichten Befragung in 28 EU-Ländern 61 Prozent dafür aus, dass in ganz Europa gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt sein sollten, 33 Prozent sind dagegen. 71 Prozent befürworten, dass heterosexuelle und homosexuelle Paare zumindest gleiche Rechte erhalten sollten.

Am höchsten liegt die Zustimmungsrate für die Ehe-Öffnung in den Niederlanden (91 Prozent), Schweden (90 Prozent) und Dänemark (87 Prozent). Deutschland liegt mit 66 Prozent Zustimmung auf Rang elf – und damit knapp über dem EU-Durchschnitt. Im Vergleich zur Befragung vor neun Jahren ist die Zustimmungsrate damit um 14 Prozenpunkte angestiegen. In Österreich sind jetzt 62 Prozent für die Gleichbehandlung (plus 13 Prozentpunkte).

Am wenigsten begeistert von der Ehe für alle sind Länder des ehemaligen Ostblocks: Ganz hinten liegen Bulgarien (17 Prozent), Lettland (19 Prozent) und Rumänien (21 Prozent).

Im Vergleich zu früheren Befragungen hat sich die Zustimmungsquote insgesamt aber in den letzten Jahren erheblich erhöht. So haben sich im Jahr 2006 bei der gleichen Befragung nur 44 Prozent der EU-Bürger in den damals 25 Mitgliedsstaaten für die Ehe-Öffnung, 49 Prozent dagegen ausgesprochen.

Mit weiteren Fragen wollten die Forscher herausfinden, wie weit die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben sowie anderen Minderheiten reicht. So gibt es besondere Vorbehalte in der Bevölkerung, wenn schwule Paare in der Öffentlichkeit Zärtlichkeiten austauschen (als Beispiele wurden Küssen oder Händchenhalten genannt). Ganze 38 Prozent der EU-Bürger fühlen sich dabei unwohl – und auch 34 Prozent der Deutschen. Am wenigsten Probleme haben die Schweden: Von ihnen fühlen sich nur 13 Prozent unwohl.

Hier geht es zur veröffentlichen Befragung der Europäischen Kommission.

Quelle: www.queer.de

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