1.136 eingetragene Lebenspartnerschaften im Jahr 2015 aufgehoben – Steuer-Splitting weg

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wurden in Deutschland im Jahr 2015 durch richterlichen Beschluss 1.136 gleichgeschlechtliche eingetragene Lebensgemeinschaften aufgehoben. Demnach waren häufiger Lebenspartnerschaften von Frauen betroffen (bei Frauen: 610 Fälle oder 54 %, bei Männern: 526 Fälle oder 46 %).

Gegenüber dem Vorjahr hat sich damit die Zahl der Aufhebungen geringfügig erhöht (2014: 1 120 insgesamt, davon 594 von Frauen und 526 von Männern).

Angaben zur Dauerhaftigkeit homosexueller Lebenspartnerschaften im Vergleich zu heterosexuellen Ehen kann das Bundesamt nicht machen. Obwohl das Lebenspartnerschaftsgesetz 2001 eingeführt wurde, werden homosexuelle Partnerschaften erst seit 2014 in der Statistik erfasst.

Steuer-Splitting bei Trennung weg

Ob eingetragene Lebenspartnerschaft oder Ehe: Für das Finanzamt macht das kein indes Unterschied. Steuerlich werden beide Lebensformen gleich behandelt. Was heißt das?

„Auch eingetragene Lebenspartnerschaften profitieren vom Ehegattensplitting”, erklärt Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Damit gilt allerdings auch: Geht eine solche Beziehung in die Brüche, können die Partner keine Zusammenveranlagung mehr in Anspruch nehmen.

Das Jahr, in dem sich die Partner trennen, ist dann das letzte Jahr, in dem sie die Steuererklärung gemeinsam abgeben können. „Das gilt auch, wenn sie in dem Jahr nur an einem Tag zusammengelebt haben”, erklärt Rauhöft. Im Folgejahr gelten die Ex-Partner steuerlich gesehen dann wieder als alleinstehend.

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Findet im Jahr nach der Trennung ein ernsthafter Versöhnungsversuch statt, können sich beide Partner auch im Folgejahr steuerlich noch einmal zusammen veranlagen lassen – „und zwar unabhängig davon, ob der Versöhnungsversuch erfolgreich war oder nicht”, erläutert Rauhöft.

Quellen: destatis.de, berliner-zeitung.de

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